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Innovationsmanagement bei msg GillardonBSM

msg GillardonBSM setzt auf einen agilen internen Innovationsprozess. Dafür wagen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Höhle des Löwen.

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Höhle der Löwen

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In der Höhle des Löwen

Unternehmen, die ein aktives und vorausschauendes Innovationsmanagement betreiben, sind gut für die Zukunft gerüstet. Nach dieser Prämisse agiert msg GillardonBSM bereits seit mehr als 100 Jahren. Und weil eine etablierte Innovationskultur gerade in Zeiten des disruptiven Wandels entscheidend ist für den Innovationserfolg, setzt msg GillardonBSM hier auf einen agilen internen Innovationsprozess.

Wer sich in die Höhle des Löwen wagt …

Wer sich in die Höhle des Löwen begibt, der traut sich was. Das gilt zumindest für die Tiere in der Fabel von Äsop, auf die diese Redewendung zurückgeht. Denn es führen zwar viele Spuren in die Höhle des kranken, doch listigen alten Löwen, aber keine mehr heraus …

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von msg GillardonBSM hingegen, die sich mit ihren innovativen Ideen in die sprichwörtliche Höhle des Löwen wagen, haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Genau wie die „msg-GillardonBSM-Löwen“. Denn sie greifen mit diesem Format auf die wichtigste Quelle für Ideengenerierung und Innovationen im Unternehmen zu: auf die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ich habe eine Idee …

Sich bei msg GillardonBSM mit einer innovativen Idee in den Innovationsprozess einzubringen, ist ganz einfach, unbürokratisch und niedrigschwellig möglich. Alle Beschäftigten sind aufgerufen, ihre Ideen oder Kreativität einzubringen und sich somit an der Entwicklung ihres Unternehmens zu beteiligen.

In drei Schritten zur Innovation

1. Innovation einreichen

Um eine Idee einzureichen, muss lediglich ein Template mit der Detaildarstellung ausgefüllt und per E-Mail an die Organisatoren geschickt werden.

2. Innovation präsentieren

Einmal monatlich öffnen die „Löwen“ – das heißt ein Gremium aus den Vorständen und Geschäftsbereichsleitern von msg GillardonBSM – die „Höhle“ für diejenigen, die ein Innovationsthema eingereicht haben. Sie haben dann jeweils 15 Minuten Zeit, um ihr Thema zu präsentieren und das Gremium von seinem Innovationspotenzial zu überzeugen.

3. Innovation umsetzen

Ist das gelungen, und wird das Thema zur Umsetzung angenommen, übernimmt ein Mitglied des Gremiums (Vorstand und Geschäftsbereichsleiter) die Patenschaft für das neue Innovationsthema. Er oder sie fungiert als Sparrings- und zentrale/r Ansprechpartner/in bei der Umsetzung und unterstützt bei der Vermarktung des Ergebnisses.

Hoehle-der-Loewen-Jury

Die freundlichen "msg GillardonBSM-​Löwen" bei ihrem virtuellen Treffen

Kurzinterview mit Christoph Prellwitz

Um ein paar Einblicke in den Innovationsprozess bei msg GillardonBSM zu bekommen, haben wir mit Christoph Prellwitz, Geschäftsbereichsleiter Business Consulting Digital Transformation, gesprochen. Übrigens, wir duzen uns bei msg GillardonBSM über alle Hierarchien hinweg und behalten dies auch bei unseren Interviews mit Kolleginnen und Kollegen bei.

Christoph, bitte erläutere uns kurz, was ihr "Löwen" im Rahmen des Innovationsprozesses genau unter einer Innovation, einer innovativen Idee versteht.

Bitte lass mich hier zwischen Pflicht und Kür unterscheiden. Wir stellen zwei wesentliche Bedingungen an ein Innovationsthema. Erstens: das msgGillardon-Innovationsthema ist eine Idee, die das Potenzial bietet,erfolgreiche neue Leistungsangebote wie Produkte und/oder Dienstleistungen für unsere Kunden, für unseren Markt zu generieren. Und zweitens, dass dieses Innovationsthema mindestens zwei Geschäftsbereiche dabei unterstützt, zukünftig erfolgreich am Markt zu agieren. Diese beiden Bedingungen sind die Pflicht. Weitere Kriterien, sozusagen die Kür, die wir betrachten, sind Punkte wie:

  • Es brennt jemand für das Thema, der auch die Verantwortung dafür übernimmt, das Thema zu einem – auch monetären – Erfolg zu führen.
  • Das Thema ist wesentlich für msgGillardon und insbesondere zum Erreichen unserer internen Roadmap 2025 geeignet.
  • Es existiert ein potenzieller, langfristiger (> 1 Jahr) Return on Investment (ROI) zum vorgestellten Thema.

Wie haben die Beschäftigten von msg GillardonBSM den Innovationsprozess angenommen?

Der neue Prozess ist entstanden, weil es vor der Einführung des Innovationsprozesses 2019 zu einem Innovationsstau kam. Damals mussten Innovationsthemen ein Jahr im Voraus eingereicht werden, um in der Budgetplanung für das Folgejahr berücksichtigt zu werden. Das war viel zu schwerfällig und nicht mehr zeitgemäß. Ziel des neuen Prozesses war es, allen Beschäftigten unterjährig ein Go oder No-Go sowie den Freiraum für die Ausarbeitung ihrer Ideen zu geben. Unser neuer „In-der-Höhle-des-Löwen-Prozess“ ist sehr gut angekommen. Es hat mich persönlich sehr gefreut, dass sich bei der letzten Mitarbeiterinfoveranstaltung so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so positiv dazu geäußert haben.

Die „Löwen“, also die Vorstände und Geschäftsbereichsleiter, treffen sich einmal monatlich – kommen da immer genug innovative Ideen zusammen?

Oh ja, wir werden regelrecht überrannt und können die Flut an Einreichungen kaum mehr bearbeiten. Wir haben nunmehr einige Maßnahmen getroffen, um den Prozess effizienter und effektiver zu gestalten, wie zum Beispiel eine Vorabbewertung und stringentere Abstimmungen. Dennoch ist es unser oberstes Ziel, jedem Thema die nötige Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Daher gibt es gerade eine lange Warteliste an Themen, die wir bearbeiten müssen. Aktuell haben wir an die 70 Themeneinreichungen.

Was haben die Kunden und was hat msg GillardonBSM von diesem Innovationsprozess?

Unsere Kunden sind gerade extrem verunsichert darüber, was sie aufgrund der aktuellen Einflussfaktoren – a) geringere Margen, b) Digitalisierung und c) Wettbewerbsdruck – zu tun haben. Es geht nicht mehr darum, Banking ein bisschen besser zu machen, sondern darum, ein neues Banking, ein Banking der Zukunft auf den Weg zu bringen. Die Kunden erwarten von uns neue Themen und sehen in uns einen „Enabler“ für die Zukunft. Ein Beratungs- und Softwarehaus, das Themen immer erst einige Jahre nach deren Marktetablierung behandelt, wird nicht an Stellenwert gewinnen und kann dauerhaft nicht erfolgreich sein.

Was war die ungewöhnlichste Idee, die bisher vorgetragen wurde?

Lass mich die Frage bitte etwas anders beantworten. Ich möchte hier nicht ein einzelnes Thema herausgreifen, ich bin vielmehr immer wieder von der Schwarmintelligenz und den Ideen Einzelner in unserem Haus begeistert. Bei diversen Innovationsthemen habe ich mich erwischt, dass ich dachte: „Super Thema … warum ist da denn niemand schon längst draufgekommen?“. Auch habe ich viel lernen können über Themen, die mir sonst nie „über den Weg laufen“ würden.

Vielen Dank für diese interessanten Einblicke, Christoph.

Sehr gerne.

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Karin Dohmann

ist Expertin für interne und externe Kommunikation und verfügt über langjährige Berufserfahrung in den verschiedensten Bereichen des Marketings. Sie hat einen Magister (M.A.) in Germanistik und Politik und einen Abschluss als Social Media Managerin.

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