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Praxisbericht: Einsatz von SimCorp Dimension

Wie mithilfe der Anwendung SimCorp Dimension die Limitierung der Adressrisiken im Depot A optimiert werden kann.

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Nutzung zur ganzheitlichen Limitierung von Adressrisiken im Depot A

Der Handelssoftware SimCorp Dimension (SCD) kommt als Standardvorsystem in der Ziel-IT-Architektur der Sparkassen Finanzgruppe eine wichtige Rolle zu. Dabei verfügt die Anwendung über deutlich mehr Funktionalitäten als „nur“ die reine Abwicklung von Handelsgeschäften. Insbesondere in den Middle-Office-Prozessen (Controlling) sind viele Funktionalitäten vorhanden, die einen deutlichen Mehrwert bieten können.

Im Rahmen unserer Beratungsprojekte beschäftigen wir uns immer wieder mit der Einrichtung und/oder Überprüfung der Limit-Systematik in SCD. In diesem Praxisbericht möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die ganzheitliche Limitierung von Adressrisiken im Depot A mit SCD geben.

Eine häufig genutzte, weitere Funktion in SCD ist die Einrichtung von Limiten. Die Anwendung verfügt dabei über verschiedene Formen von Volumen- und Ausfallllimiten. Diese unterscheiden sich nach unterschiedlichen Kriterien, z.B. je nach Art der Finanzinstrumente. Mithilfe dieser Funktionalitäten kann auch eine ganzheitliche und einheitliche Limitierung von Adressrisiken im Depot A mit dem Ziel der Prozessautomation erfolgen.

Dabei erfolgt die Messung der Auslastung von Adressrisikolimiten im Depot A je nach gewünschtem Detaillierungsgrad und auf verschiedenen Aggregationsebenen. Gerade die häufig im Depot A auftretenden verschiedenen Investmentformen (Direkt- und Fondsbestände) in gleiche Emittenten, Emittentengruppen bzw. Kreditnehmereinheiten können zu erhöhten manuellen Aufwänden in der Berechnung der Limitauslastung und der Erstellung des zugehörigen Reportings führen.

SCD bietet den Sparkassen die Möglichkeit, diese Prozesse zu standardisieren und den manuellen Aufwand hiermit deutlich zu reduzieren. Dabei kann durch die Kombination verschiedener Limitformen (z.B. Positions- und Aggregationlimite) die Zusammenführung verschiedener Einzellimite und gleichzeitig auch die Steuerung von Unterlimiten und so eine technische Umsetzung des individuellen Limitsystems des Instituts für die Adressrisiken im Depot A erfolgen.

SCD bietet in diesem Kontext u.a. die Möglichkeit,

  • Einzellimite für verschiedene Emittenten bzw. Emittentengruppen zu hinterlegen,
  • Über die Aggeration von Einzellimiten mehrstufige Limitsysteme abzubilden,
  • Einzelbestände aus Fonds durch Nutzung der KVG-Schnittstelle in das Limitsystem automatisiert zu integrieren,
  • Limite auf Ebene von Kreditnehmereinheiten zu berechnen,
  • automatisierte Berechnungen der Limitauslastung durchzuführen
  • und das Reporting durch Nutzung von vorgefertigten Berichten zu standardisieren.

Insbesondere durch die Integration der Bestände aus der Fondszerlegung (KVG-Schnittstelle) kann eine deutliche Reduzierung von manuellen Tätigkeiten bei der Berechnung der Limitauslastungen erreicht werden.

Das folgende Schaubild zeigt die grundsätzliche Logik, wenn auf Ebene eines Emittenten die Gesamtlimitauslastung für klassische Finanzinstrumente aggregiert wird und gleichzeitig eine separate Limitierung von Direkt- und Fondsbeständen ermöglicht werden soll.

Zusammensetzung eines Aggregationslimits

Abbildung 1: Zusammensetzung eines Aggregationslimits

SCD bietet den Sparkassen darüber hinaus die Möglichkeit, mit dem zielgerichteten Einsatz der vorhandenen Standardsoftware Prozesse zu vereinfachen und zu optimieren.

Haben Sie Fragen zur angesprochenen Thematik, sprechen Sie uns an. Gerne unterstützen wir Sie bei der technischen Umsetzung Ihres individuellen Limitsystems für die Adressrisiken im Depot A und der Optimierung in der SCD-Nutzung.

Wir freuen uns auf den Austausch!

Simon Feyen

ist Betriebswirt und betreut als Manager bei msg GillardonBSM Kreditinstitute in Projekten zu den Themen der Bank- und Risikosteuerung (insbesondere der Eigengeschäftssteuerung und strategischen Fragestellungen) sowie den zugehörigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen und ist darüber hinaus als Referent tätig.

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