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Digitale Assets – über die Tokenisierung ins Bank-Depot

Die Tokenisierung von Wertgegenständen ist eines der großen Trendthemen im Finanzdienstleistungssektor. Mit Startups und FinTechs haben sich bereits erste Player etabliert, die disruptiv in den Markt eingreifen und Anteile vom Anlagegeschäft von Banken und Börsen substituieren.

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Digitale Assets-Tokenisierung

Die Tokenisierung von Wertgegenständen

Stillstand bedeutet Rückschritt

Rudolf von Bennigsen-Foerder Deutscher Top-Manager

Dieses Zitat von Rudolf von Bennigsen-Foerder beschreibt die Notwendigkeit von stetiger Innovation und disruptiver Veränderung. Bei msg GillardonBSM haben wir die Trendthemen aus dem Finanzdienstleistungssektor im Blick und treiben sie kontinuierlich voran. Eines dieser Trendthemen ist die Tokenisierung von Wertgegenständen.

Die Relevanz der Thematik wird mit Blick auf die Entwicklung des Handelsvolumens von NFTs (Non-Fungible Token) ersichtlich. Innerhalb nur eines Jahres stieg das Handelsvolumen von NFTs um 13.118 % an. Auch die Bundesregierung stellt die Weichen für die Token-Ökonomie und veröffentlichte bereits eine breit angelegte Blockchain-Strategie, mit der sie die führende Position Deutschlands im Bereich der Blockchain ausbauen möchte. Im Zuge dessen wurde bereits das Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) im Juni 2021 verabschiedet.

Tokenisierung – was bedeutet das überhaupt?

Bei der Tokenisierung handelt es sich um die digitalisierte Replikation eines (Vermögens-)Wertes inklusive der Möglichkeit, die in dem Wert enthaltenen Rechte und Pflichten in der Blockchain (Distributed Ledger) abzubilden. Die sogenannten Token können nahezu alle reellen und digitalen Vermögenswerte (Assets) strukturiert abbilden. Sie bieten Vorteile in der Sicherheit und Transparenz. Zudem besteht die Möglichkeit, größere Assets in eine beliebige Anzahl von kleineren Einheiten aufzuteilen.

Die Tokenisierung von Wertgegenständen

Mit der Tokenisierung können also zum einen typische Vermögenswerte wie Wertpapiere oder ETFs abgebildet werden, zum anderen entstehen aber endlos neue Anlagemöglichkeiten, die vorher illiquide oder wenig fungibel waren, wie beispielsweise (digitale) Kunstgegenstände, Immobilien oder Musikrechte. Zudem besteht die Möglichkeit, Automatismen wie beispielsweise die Ausschüttung von Renditen oder die Zahlung von Raten in einem Token abzubilden.

Unser Vorhaben: Digitale Assets von der Blockchain ins Bank-Depot

Mit Startups und FinTechs etablieren sich bereits erste Player, die disruptiv in den Markt eingreifen und Anteile vom Anlagegeschäft von Banken und Börsen substituieren. Aufgrund der Komplexität der Materie hat die recht junge Anlagemöglichkeit noch nicht ihren Weg in den „Mainstream“ gefunden und wegen der aktuell noch sehr volatilen regulatorischen Vorgaben haben sich auch die meisten Banken mit der Thematik noch nicht tiefer gehend beschäftigt. Unser Ziel ist es, die Banken auf dem Weg zur Einführung von neuen – und vor allem digitalen – Anlagemöglichkeiten für ihre Kunden zu unterstützen und dazu beitragen, Deutschlands führende Position im Bereich der Blockchain-Technologie weiter auszubauen. Aus diesem Grund entwickeln wir bereits im Rahmen eines Innovationsprojektes eine Roadmap zur Einführung von tokenisierten Vermögenswerten und ein Prototyp, über den digitale Assets in der Blockchain abgebildet und in einer Banking-Oberfläche dargestellt werden können. Hierbei steht adorsys als starker Partner an unserer Seite.

In einem Folgebeitrag werden wir einen tieferen Einblick in die Ergebnisse und die Details zum Tokenisierungs-Prototypen geben.

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Alexander Rautzenberg

ist studierter Wirtschaftsinformatiker und berät bei msg GillardonBSM Kreditinstitute in den Bereichen digitale Transformation und digitale Wertgegenstände.

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