Studie herunterladen

Studie

Die intelligente Bank 2030 Studie: Führung stärken, Komplexität reduzieren

Die Werkzeuge sind bereitgestellt, die Piloten laufen, der Nutzen ist erkannt. Die Wirkung in den Kernprozessen bleibt dennoch hinter dem Anspruch zurück. Unsere Studie unter 48 Kreditinstituten ordnet ein, woran das liegt und welche Entscheidungen dafür beim Vorstand liegen.
20.10.26
7 views
3 Minuten Lesezeit
Banking der Zukunft, Digitalisierung, Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz
Inhalt

Warum diese Entscheidung jetzt beim Vorstand liegt

Fachkräftemangel, Kostendruck, steigende Kundenerwartungen und künstliche Intelligenz treffen Banken gleichzeitig. Die Antwort darauf ist selten eine weitere Einzelmaßnahme. Sie ist eine Entscheidung über das Betriebsmodell.

„Die intelligente Bank“, in der Studie auch Augmented Banking genannt, beschreibt dieses Betriebsmodell: Technologie, insbesondere KI, Datenanalytik und menschliche Expertise greifen nahtlos ineinander. Technologie erweitert die Fähigkeiten der Mitarbeitenden, steigert die Effizienz und stärkt die Wirkung im Kundenkontakt. Für Vorstände ist sie das Zielbild für 2030.

Der Wille dazu ist vorhanden. 48 befragte Kreditinstitute, überwiegend Genossenschaftsbanken und Sparkassen, erkennen den Nutzen von KI klar und investieren in Qualifizierung. Verankert ist sie in den Kernprozessen jedoch selten. Sie wird erprobt, in Piloten und am Rand der Bank, aber noch nicht dort, wo Wertschöpfung entsteht.

Damit wechselt die Aufgabe von der Erprobung zur Entscheidung: Welche Kernprozesse werden neu gedacht, wer gibt Orientierung und was leistet die Bank künftig nicht mehr selbst? Unsere Studie ordnet ein, wo Vorstände und Führungskräfte dafür ansetzen können.

Kennzahlen
0,71 Zusammenhang zwischen der eigenen KI-Nutzung der Führungskräfte und der Motivation der Mitarbeitenden, KI zu nutzen. Der stärkste Zusammenhang im Datensatz.
2,2 von 5,0 So weit ist KI nach Einschätzung der Institute in ihren Kernprozessen angekommen.
2,8 von 5,0 So regelmäßig nutzen Führungskräfte KI-Tools selbst.

Vier Kernbotschaften

Technologie wirkt dort nicht, wo es zählt

Dass KI Führungsaufgaben beschleunigt, bewerten die Institute mit 3,8 von 5,0. Im produktiven Einsatz in den Kernprozessen liegt der Wert bei 2,2. Die Institute experimentieren, sie verändern noch nicht.

Testbereitschaft ist noch kein Mehrwert

Mitarbeitende probieren neue Tools bereitwillig aus (3,4). Vertrauen und spürbare Entlastung im Arbeitsalltag bleiben dahinter zurück (2,2). Adoption entsteht dort, wo Mitarbeitende den Nutzen im eigenen Alltag erleben und die neue Arbeitsweise mitgestalten.

Führung entscheidet über Adoption

Führungskräfte werden in klassischen Führungsdimensionen stark eingeschätzt, in digitalen deutlich schwächer. Gerade ihre Vorbildfunktion zeigt den engsten Zusammenhang mit der Motivation der Belegschaft. Wenn das Management nicht vorangeht, wird es auch für die Mitarbeitenden schwierig.

Komplexität ist eine Strategiefrage

Kundenservice, Kreditprozess, Beratung und Vertrieb sehen die Institute als ihr Kerngeschäft auch im Jahr 2030. Compliance, Geldwäsche und Backoffice gelten am häufigsten als Kandidaten für externen Bezug. Die Trennlinie zwischen Differenzierung und Standardisierung wird zur Grundlage des Betriebsmodells.

Der Engpass der intelligenten Bank 2030 ist nicht die Verfügbarkeit von Technologie, sondern die Fähigkeit der Organisation, Technologie in Wertschöpfung zu übersetzen.

Stefan BaumannBereichsleitung Management & Business Consulting, msg for banking

Vorstandsagenda

Unsere Studie endet nicht bei den Befunden. Sie formuliert fünf Entscheidungsfelder für den Vorstand:

  • strategische Ambition,
  • Führung und Verantwortung,
  • Mitarbeitende und Motivation,
  • Prozesse und Operating Model
  • sowie Steuerung und Business Value.

Dahinter stehen konkrete Fragen. In welchen drei Kernprozessen soll die Wirkung innerhalb von zwölf bis 24 Monaten sichtbar werden? Wo bleibt der Mensch als Prüfer, Entscheider oder Eskalationsinstanz zwingend im Prozess? Wann wird ein Pilot beendet, angepasst oder skaliert?

Der Vorstand entscheidet damit nicht nur über Technologieinvestitionen. Er entscheidet über Arbeitsweise, Führungslogik und Wertschöpfungsarchitektur der Bank von morgen.

Experten und Methodik

Diese Studie verantworten die Experten Stefan Baumann, Bereichsleiter Management & Business Consulting, und Dr. Philippe Krahnhof, Senior Manager Management & Business Consulting, gemeinsam mit Mario Reis, Geschäftsführer von MONDAY.ROCKS.

Inhaltsverzeichnis

  1. Executive Summary
  2. Technologie als Beschleuniger verankern
  3. Von der Testphase zum echten Mehrwert
  4. Führung als entscheidenden Erfolgshebel nutzen
  5. Streben nach weniger Komplexität
  6. Die Erfolgsformel für die intelligente Bank 2023
  7. Wo Bankvorstände ansetzen können
  8. Vorstandsagenda
CTA_Management-Consulting_Background

Vom Trend zur Entscheidung

Board Espresso ordnet die Themen ein, die Bankvorstände beschäftigen: kompakt, mit klarer Perspektive und ohne Umweg über das Tagesgeschäft.

Newsletter abonnieren
WORDPRESS_URL: https://admin.banking.vision/wp-json