Global Risks Report 2026: Ready für die Risikoinventur ‘26?
Der Global Risks Report 2026 zeigt: Das Risikoumfeld wird komplexer. Für Banken ist eine aktualisierte Risikoinventur entscheidend, um geopolitische, makroökonomische und technologische Risiken frühzeitig zu erfassen und steuerbar zu machen.
- Haben Sie die aktuellen Entwicklungen für Ihre Risikoinventur 2026 im Blick?
- Drei Top-Risiken für Banken in Europa und Deutschland im Jahr 2026
- Von globalen Erkenntnissen zur bankenspezifischen Risikoinventur: Unser strukturierter Ansatz
- Fazit: Risikoinventur 2026 als strategischen Hebel nutzen
- Quelle
Haben Sie die aktuellen Entwicklungen für Ihre Risikoinventur 2026 im Blick?
Die Risikoinventur ist für Banken und Sparkassen weit mehr als ein regulatorischer Pflichttermin. Sie ist der zentrale Ausgangspunkt für eine zukunftsgerichtete Risikosteuerung – und damit für strategische Resilienz.
Der Global Risks Report 2026 des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeigt deutlich:
Das Risikoumfeld ist nicht nur volatiler geworden, sondern auch komplexer, schneller und stärker miteinander vernetzt als in den Vorjahren.
Während klassische Risikoarten weiterhin relevant bleiben, verschieben sich Gewichte, Wirkungszusammenhänge und Eintrittswahrscheinlichkeiten. Für die Risikoinventur 2026 bedeutet das: Ein „Weiter-so“ aus den Vorjahren greift zu kurz. Institute müssen ihre Risikoanalyse konsequent an den aktuellen globalen und regionalen Entwicklungen ausrichten.
Drei Top-Risiken für Banken in Europa und Deutschland im Jahr 2026
Der Global Risks Report 2026 identifiziert eine Vielzahl globaler Risiken. Für Banken in Europa, und insbesondere für Deutschland, kristallisieren sich für das Jahr 2026 jedoch drei Risikofelder heraus, die besondere Aufmerksamkeit in der Risikoinventur verdienen:
Geopolitische und geoökonomische Konfrontation
Geoökonomische Spannungen gelten laut Report als das kurzfristig schwerwiegendste globale Risiko. Zölle, Sanktionen, Exportkontrollen, Subventionsregime und die Fragmentierung globaler Wertschöpfungsketten wirken sich zunehmend direkt auf Finanzmärkte, Unternehmensbonitäten und Investitionsentscheidungen aus.
Für Banken bedeutet dies steigende Kredit-, Markt- und Konzentrationsrisiken, aber auch neue Herausforderungen für das Länder-, Branchen- und Lieferkettenrisikomanagement.
Wirtschaftliche Volatilität und makroökonomische Stressfaktoren
Nach einer Phase relativer Stabilisierung nehmen laut Report die Risiken eines konjunkturellen Abschwungs, von Inflationsrückschlägen und Asset-Preis-Korrekturen wieder zu.
Gerade für europäische Banken mit hoher Exponierung in zinssensitiven Portfolios oder starkem Engagement im Immobilien- und Unternehmensfinanzierungsgeschäft steigt damit die Relevanz von Makro- und Zyklikrisiken in der Risikoinventur spürbar.
Technologische Risiken: Cyber, Desinformation und KI-Folgen
Technologische Risiken zählen zu den dynamischsten Risikokategorien. Cyberangriffe, systematische Desinformation und unerwünschte Nebenwirkungen von KI-Anwendungen gewinnen weiter an Bedeutung – kurzfristig wie langfristig.
Für Banken verschärft sich damit insbesondere das operationelle Risiko, ergänzt um strategische, rechtliche und Reputationsrisiken. Die Trennlinie zwischen IT-Risiko, Non-Financial Risk und strategischem Risiko wird zunehmend unscharf.
Von globalen Erkenntnissen zur bankenspezifischen Risikoinventur: Unser strukturierter Ansatz
Die zentrale Herausforderung für Banken besteht nicht darin, den Global Risks Report zu kennen, sondern darin, seine Erkenntnisse systematisch, prüfungssicher und institutsspezifisch in die Risikoinventur zu überführen.
Unser Ansatz zur Unterstützung von Banken und Sparkassen bei der Risikoinventur 2026 folgt daher drei klaren Schritten:
1. Strukturierte Ableitung relevanter Risikotreiber
Ausgehend von den globalen Risiken übersetzen wir die identifizierten Entwicklungen in konkrete Risikotreiber für das Geschäftsmodell des Instituts. Dabei differenzieren wir bewusst nach:
- Geschäftsmodell (z. B. Retail, Firmenkunden, Förderbank, Spezialfinanzierer)
- Regionaler Exponierung
- Produkt- und Portfoliofokus
2. Integration in die bestehende Risikotaxonomie
Die identifizierten Risikotreiber werden konsistent in die bestehende Risikotaxonomie und Risikoinventur-Logik integriert inklusive klarer Zuordnung zu Wesentlichkeits- und Steuerungskriterien.
3. Ableitung von Handlungs- und Steuerungsimpulsen
Über die reine Risikoidentifikation hinaus unterstützen wir Institute dabei,
- Frühwarnindikatoren und qualitative Indikatoren abzuleiten,
- über Szenario- und Resilienzanalysen sowie Stresstests Risiken zu quantifizieren und sowohl in ICAAP/ILAAP aber auch in den Strategieprozessen zu integrieren,
- sowie priorisierte Management- und Steuerungsmaßnahmen zu formulieren.
Fazit: Risikoinventur 2026 als strategischen Hebel nutzen
Der Global Risks Report 2026 macht deutlich: Risiken entwickeln sich nicht isoliert, sondern in Kaskaden und Wechselwirkungen. Für Banken und Sparkassen bietet die Risikoinventur 2026 daher die Chance, über reine Compliance hinauszugehen und das eigene Risikoprofil bewusst an ein verändertes globales Umfeld anzupassen.
Institute, die globale Entwicklungen strukturiert in ihre Risikoinventur integrieren, schaffen nicht nur aufsichtsrechtliche Sicherheit – sondern stärken auch ihre strategische Resilienz in einem zunehmend kompetitiven Umfeld.



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