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Umgang mit Drohverlustrückstellungen aus der Verlustfreien Bewertung des Bankbuchs (BFA 3)

Die Sonderumfrage der Aufsicht „Auswirkungen von Drohverlustrückstellungen nach IDW RS BFA 3 auf den deutschen Bankensektor“ läuft noch bis zum 16.12.2022.

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Umgang mit Drohverlustrückstellungen

Ein Jahr mit vielen veränderten Aspekten auf die Bankenwelt neigt sich dem Ende zu. Besonders die Zinsveränderung hat weitreichende Auswirkungen. Dies zeigt sich vor allem in der Verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs, die sich durch die nach dem dritten Quartal 2022 gefallenen Zinsen etwas erholen konnte.

Dennoch war die Verlustfreie Bewertung für viele Banken, durch einen ausgewiesenen Drohverlust, die Ursache für eine Verlustanzeige an die Aufsicht. Eine erste Stellungnahme erfolgte durch den IDW im Newsletter am 30.11.2022, in dem dezidiert auf den BFA3 eingegangen wurde. Es ist daher nachvollziehbar, dass die Aufsicht im Dezember noch eine Sonderumfrage zur Verlustfreien Bewertung startet, um eine Markteinschätzung zu erhalten. Eine erste Rückmeldung ist bereits zum 16.12.2022 gefordert. Dabei geht es sowohl um die prognostizierten Werte zum 31.12.2022 als auch um die rückwirkenden Werte vom 31.12.2021 und 30.09.2022.

In Zeiten, in denen fachliche Potenziale in der Verlustfreien Bewertung gehoben werden, ist die Frage: „Ergeben sich Parameteränderungen in der Modellierung bei der Berechnung einer potenziellen Drohverlustrückstellung zwischen den Stichtagen 30.09.2022 und 31.12.2022?“ von großer Bedeutung. Und auch alle weiteren Fragen zeigen eine kritische Auseinandersetzung mit den Verwaltungskosten. Dementsprechend sind Banken gut beraten, die aktuelle Sonderumfrage mit Sorgfalt zu befüllen.

Es zeigt sich nun, dass diese Umfrage an die bereits bestehenden Ankündigungen anknüpft und auf mögliche Auswirkungen im Jahresabschluss fokussiert. Denn ein weiterer Druck auf die Verlustfreie Bewertung durch zusätzlichen Verlust von stillen Reserven – ausgelöst durch eine potenzielle Verzinsungsrally der Passivseite – könnte eintreten.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Befüllung der Umfrage oder führen einen „Quick-Check“ inklusive Kurzprotokoll mit Handlungsempfehlungen in Ihrem Haus durch.

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Ron Schwach

verfügt über langjährige Praxiserfahrung in Sparkassen und Banken, sowohl im In- als auch im Ausland. Bei msg GillardonBSM berät er als Senior Business Consultant die methodische Einbindung von Softwarelösungen mit Fokus auf Zinsänderungsrisiken und Liquiditätsrisike und ist als Referent an Akademien tätig.

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