Jahrzehntelang endete jede Zahlung bei einem Menschen: ein Tippen, eine PIN, ein Blick in die Kamera. Diese Ära geht langsam zu Ende. KI-Agenten beginnen, in unserem Namen auszuwählen, zu bestätigen und zu bezahlen, und die Strukturen für Vertrauen, Haftung und Kontrolle, auf die sich das Zahlungsökosystem bislang verlassen hat, passen nicht mehr.
Dieser Report basiert auf einer unabhängigen Befragung von 152 Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ergänzt um Markt-, Rechts- und Regulatorik-Analysen. Er zeigt, was sich verändert, wer exponiert ist und was zu tun ist, bevor von Agenten ausgelöste Zahlungen skalieren.

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Agentic Payments: Die Einführung prescht voran, die Vorbereitung hinkt hinterher
Innerhalb weniger Monate hat praktisch jeder große Akteur, von Kartennetzwerken über Big Tech bis zu Zahlungsplattformen, erste Schritte unternommen, um sich auf Agenten vorzubereiten. Unsere Händlerbefragung zeigt, dass sich der Markt ebenso schnell bewegt hat: Über 80 % der Befragten beschäftigen sich bereits mit Agentic Payments, von der ersten Evaluierung bis zum Live-Pilotbetrieb. Agentic Payments sind keine ferne Vision mehr.
Doch Geschwindigkeit ist nicht dasselbe wie Reife. Sobald ein Agent im Namen einer Person Geld bewegt, werden vertraute Fragen schwieriger: Woher weiß eine Bank oder ein PSP, dass der Agent tatsächlich autorisiert ist? Wer haftet, wenn ein Agent das Falsche kauft oder dazu verleitet wird? Und wer genau ist dafür verantwortlich, dass all dies vertrauenswürdig ist? Dieser Report verfolgt diese Spannungen durch das gesamte Ökosystem, und die Antworten des Marktes sind nicht die, die die meisten Institute erwarten würden.
Das erwartet Sie in diesem Report
- Eine praxistaugliche Definition und ein vierstufiges Modell der Agenten-Autonomie, das Banken und PSPs zeigt, welche Agenten-Zahlungen tatsächlich Fragen zu Autorisierung, Haftung und Betrug aufwerfen und welche schlicht Commerce sind.
- Exklusive Daten von 152 leitenden Payments-Entscheidern aus der DACH-Region: wie weit Händler wirklich sind, welche Ängste sie bei ihren Kunden erwarten und was sie auf Branchenebene gelöst sehen wollen.
- Die Vertrauensfrage, beantwortet vom Markt: wem Händler zutrauen, Agenten-Zahlungen vertrauenswürdig zu machen.
- Wo die Haftung landet, wenn ein Agent einen Fehler macht, und warum der Markt darauf noch keine gemeinsame Antwort hat.
- Eine unabhängige rechtliche Einordnung (Dr. Matthias Terlau, Kanzlei Görg) dazu, wie die Regeln von PSD2 zu starker Kundenauthentifizierung (SCA) und dynamischer Verknüpfung (Dynamic Linking) mit vorab autorisierten Agenten-Mandaten kollidieren und was PSD3/PSR lösen werden und was nicht.
- Ein Gastbeitrag von valantic FSA zur operativen Realität nach dem Bezahlvorgang des Agenten: den Nachweis, dass ein Agent innerhalb seines Mandats geblieben ist, und die Bearbeitung von Ausnahme- und Klärfällen im Zeitfenster der Echtzeitzahlung.
- Was sich für jeden Akteur verschiebt (Banken, Händler, PSPs/Acquirer, Schemes und KI-Plattformen), einschließlich der Frage, wer an Sichtbarkeit verliert und wer die entstehende „Vertrauensschicht” besetzen könnte.
- Szenarien bis 2030 und konkrete, priorisierte Handlungsfelder je Marktteilnehmer.
Für wen dieser Report gedacht ist
Verantwortliche für Payments, Produkt und Risiko bei Banken und PSPs; Acquirer und Schemes, die ihre Agenten-Strategie definieren; sowie leitende Entscheider:innen für Payments und E-Commerce bei Händlern, die sich auf Agentic Commerce vorbereiten.
Die Studie auf einen Blick
Unabhängige Online-Befragung von 152 leitenden Payments-Entscheider:innen bei DACH-E-Commerce-Händlern (Deutschland 102, Österreich 25, Schweiz 25) mit jeweils über 1 Mio. € Online-Umsatz, aus den Branchen Reise/OTA, Lebensmittel & Konsumgüter (CPG), Mode, Unterhaltungselektronik, Marktplatz und Ticketing. Feldphase zwischen Juni und Juli 2026, durchgeführt von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut. Ergänzt um unabhängige rechtliche und fachliche Perspektiven von Dr. Matthias Terlau (Kanzlei Görg), Ulrich Binnebößel (Handelsverband Deutschland, HDE) und Christian Schwarz (valantic FSA).
Inhaltsverzeichnis
- Agentic Payments: die nächste Transformation des Vertrauens im Zahlungsverkehr
- Executive Summary
- Einleitung
- Definition und die vier Stufen der Agenten-Autonomie
- Status quo: Markt, Protokolle, regulatorischer Rahmen
- Zentrale Fragen und Spannungsfelder
- Implikationen für das Zahlungsökosystem: Rollen, Chancen und Herausforderungen
- Handlungsbedarf und Ausblick 2030

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Ausblick
Agentic Payments haben den Bereich der Zukunftsszenarien verlassen: Die Pilotprojekte, die Akteure, die ersten Standards und reale Transaktionen existieren bereits. Die offene Frage ist nicht mehr, ob die Technologie kommt, sondern wie schnell sie skaliert und ob das Ökosystem gemeinsame Governance und gemeinsames Vertrauen im selben Tempo aufbauen kann wie seine technischen Grundlagen. Dieser Report zeigt, wo jeder Akteur heute steht, und die konkreten Schritte, um diesen Wandel zu gestalten, statt nur auf ihn zu reagieren.
Agentic Payments sind kein neues Zahlungssystem. Sie sind eine neue Vertrauensebene – und diese Ebene ist noch nicht vergeben.
Karl-Günther IllingExecutive Partner, msg for banking
Sprechen Sie mit unseren Experten
Über die Ergebnisse dieses Reports hinaus hat die Befragung eine Reihe weiterer Resultate hervorgebracht. Wenn Sie tiefer in den vollständigen Datensatz eintauchen oder besprechen möchten, was Agentic Payments konkret für Ihr Unternehmen bedeuten, wenden Sie sich an das Payments-Team von msg for banking.














