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MARZIPAN gehört die Zukunft

MARZIPAN ist die älteste Softwarelösung von msg GillardonBSM. Es folgt ein historischer Abriss zu unserer Kalkulationssoftware.

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History Teil 2

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MARZIPAN ist die älteste Softwarelösung von msg GillardonBSM. Die Entwicklung der Controllinglösung ab 1983 markierte für den Gillardon Verlag den Einstieg ins Softwaregeschäft. Grund genug für uns, einen Blick auf die Anfänge von MARZIPAN zu werfen.

Die Marktzinsmethode setzt sich durch.

Mit diesen Worten titelte die fünfte Ausgabe der Gillardon-NEWS im November 1992. Sie zeigen, dass das Unternehmen, 1920 als Verlag für Zinstabellen gegründet, als Softwareunternehmen mit einem erweiterten Themenspektrum Fuß gefasst hat. 1992 war MARZIPAN – Produktberatung und -kalkulation auf Basis der Marktzins- und Barwertmethode – knapp neun Jahre alt und auf dem besten Weg, ein Erfolgsprodukt zu werden.

News Titel

Abbildung 1: News Ausgabe 1992

Ein N gegen Kopfschmerzen beim Rechnen

Das Rätsel des ungewöhnlichen Namens der Software löst Heinrich Gillardon gleich zu Beginn seines Berichts: Der „Erfinder“ des Programms, Dr. Christian Sievi, buchstabiert MARZIPAN wie folgt: Marktzinsmethode (Passiv/Aktiv). Das N ist gegen Kopfschmerzen beim Rechnen.

Heinrich Gillardon schrieb weiter: „MARZIPAN wurde ab 1983 in enger Zusammenarbeit mit der NORD/LB entwickelt.“ Mit diesem Kalkulations- und Controllingprogramm wurde 1984 erstmals die Marktzinsmethode auf Basis der strukturkongruenten Refinanzierung in einer Softwarelösung etabliert und somit für die Kreditinstitute ein Werkzeug zur exakten Fixierung des Markterfolgs geschaffen. Dennoch blieb die NORD/LB bis 1985 einziger Kunde, da, so Heinrich Gillardon: „(…) die Marktzinsmethode langezeit brauchte, um sich als ‚neue Theorie‘ durchzusetzen.“

Erst 1990 – so Gillardon weiter – nachdem in Pilotgruppen (Volksbanken aus dem Raum Bonn) der Nachweis erbracht wurde, dass MARZIPAN auch für kleine und mittlere Banken und Sparkassen das ideale Kalkulationsinstrument ist, ging es bergauf. Bis zum Jahresende 1992 rechnete er mit 70 Anwendern, darunter fast alle Landesbanken, viele Hypothekenbanken, die DG Bank, Auslandsbanken und Bausparkassen. Die NORD/LB, Pilotanwender der ersten Stunde, plante den Einsatz von MARZIPAN 1993 flächendeckend auf Großrechnern einzusetzen.

marzipan broschuere historisch

Abbildung 2: MARZIPAN Broschüre

MARZIPAN, das rechnen kann

Im Jahr 1992 war MARZIPAN in Version 3.x auf DOS im Einsatz. Wenn man das Programm beendete, erschien der Hinweis: „MARZIPAN, das rechnen kann. Autor: Dr. Christian Sievi. Programmierknecht: Stephan Dzieyk.“ Stephan Dzieyk, bis Ende der 1990er Jahre Geschäftsführer der Gillardon GmbH, hat ab Ende der 1980er Jahre als Informatiker an MARZIPAN mitgearbeitet und das Programmiergerüst erdacht. Heute würde man von der technischen Architektur der Software sprechen.

Und es geht weiter …

Die Entwicklung von MARZIPAN ist hiermit natürlich noch nicht zu Ende. Wie es weiterging und wie die Pläne für die Zukunft unserer ältesten, aber modernen Softwarelösung aussehen wird, berichten wir in Kürze im nächsten Teil von msg GillardonBSM History.

MARZIPAN wird kontinuierlich an die Bedürfnisse der Branche Banking und an gesetzlich Anforderungen angepasst, wie aktuell an die Aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalkosten (EKKKSA) in der Kreditkalkulation.

Sie möchten schon heute mehr über den Werdegang von msg GillardonBSM lesen?

Hier geht's zum Jubiläumsartikel in der NEWS 01-2020.

Karin Dohmann

ist Expertin für interne und externe Kommunikation und verfügt über langjährige Berufserfahrung in den verschiedensten Bereichen des Marketings. Sie hat einen Magister (M.A.) in Germanistik und Politik und einen Abschluss als Social Media Managerin.

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