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banKIng³ – Folge 22: Der Blick nach vorne: KI, Wissen und Banking 2026

Wissen wird zur wichtigsten Ressource für KI – und verändert Banken grundlegend. Kuratierte Expertise, spezialisierte Modelle und neue Prozesslogiken verschieben aktuell die Spielregeln im Finanzsektor. Warum 2026 dabei zum Wendepunkt für Technologie, Organisation und Kundeninteraktion werden könnte, beleuchten wir in dieser Folge. Ein Ausblick, der zum Weiterdenken einlädt.

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banKIng3 – Drei Generationen, eine Vision

Die Finanzbranche steht vor einem Generationenwechsel – nicht nur in der Führung, sondern auch in der Technologie. banKIng³ zeigt, wie künstliche Intelligenz das Banking neu definiert und welche Rolle verschiedene Generationen in dieser Transformation spielen. Experten diskutieren über innovative KI-Anwendungen, regulatorische Herausforderungen und den Balanceakt zwischen Erfahrung und technologischer Disruption.

Unabhängig davon, ob Sie Teil der jungen Generation im Banking sind oder auf bewährtes Wissen setzen – banKIng³ liefert Ihnen die Insights, mit denen Sie die Zukunft aktiv mitgestalten können.

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Tauchen Sie ein in die Welt der künstlichen Intelligenz und Digitalisierung im Banking – mit Themen wie selbstlernenden Modellen, dem neuen Zusammenspiel von Mensch und Maschine und den Chancen moderner KI-Systeme. Jede Folge bietet wertvolle Einblicke und Impulse, um Ihre Bank zukunftssicher aufzustellen. Worauf noch warten? Jetzt die gesamte Podcast-Collection entdecken!

Der Blick nach vorne: KI, Wissen und Banking 2026

Wissen ist das neue Gold – besonders im Zeitalter von KI. Doch anders als früher geht es nicht mehr um möglichst viele Daten, sondern um die richtigen. In dieser Folge sprechen wir über den wachsenden Wert kuratierter Expertise, neue Geschäftsmodelle rund um KI-Training und die Frage, was das ganz konkret für Banken bedeutet. Außerdem wagen wir einen Ausblick auf 2026: von neuen Vertriebskanälen über End-to-End-Prozesse bis hin zu souveräner Infrastruktur und strategischer Konsolidierung.

Wissen wird zur zentralen Ressource der KI

Daten gelten seit Jahren als der entscheidende Rohstoff der Digitalisierung. Mit dem Siegeszug moderner KI rückt jedoch eine neue Dimension des kuratierten und spezialisierten Wissens immer stärker in den Fokus. Nicht die schiere Menge an Informationen entscheidet über die Qualität eines Modells, sondern deren Tiefe, Relevanz und fachliche Präzision. Genau hier beginnt ein Umdenken – auch in der Branche Banking.

Hochwertiges Expertenwissen wird gezielt gesammelt, strukturiert und genutzt, um KI-Systeme besser, verlässlicher und anwendungsnäher zu machen. Damit verändert sich auch das Verständnis von Wertschöpfung. Wissen wirkt nicht länger nur unterstützend, sondern wird selbst zum produktiven Bestandteil von Prozessen, Entscheidungen und Services.

Für Banken bedeutet das eine neue strategische Fragestellung: Wie lässt sich vorhandene Expertise sichern, skalieren und sinnvoll in KI übersetzen?

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Von Information zu Entscheidung: KI wird handlungsfähig

In vielen Organisationen lag der Fokus zunächst darauf, Wissen zu digitalisieren und verfügbar zu machen. Dokumente werden durchsuchbar und Informationen schneller auffindbar. Doch reine Verfügbarkeit reicht heute nicht mehr aus. Der eigentliche Mehrwert entsteht dort, wo KI beginnt, Zusammenhänge zu erkennen, Kontexte zu verstehen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Damit verschiebt sich der Einsatz von KI deutlich: weg von statischen Wissenssammlungen hin zu dynamischen Systemen, die Prozesse aktiv unterstützen. Gerade Banken bewegen sich hier immer wieder in einem Spannungsfeld zwischen Effizienzgewinnen und regulatorischen Anforderungen. Die Herausforderung besteht darin, diese neuen Fähigkeiten kontrolliert, nachvollziehbar und revisionssicher in bestehende Strukturen zu integrieren.

Gleichzeitig verändert spezialisierte KI die Wertmaßstäbe. Allgemeines Fachwissen verliert an Exklusivität, während tiefgehende Expertise weiter an Bedeutung gewinnt. Neue Abhängigkeiten von Plattformen, Modellen und Trainingsdaten entstehen – und mit ihnen die Notwendigkeit, sich klar zu positionieren.

Das Jahr 2026: Wendepunkt für Prozesse, Plattformen und Organisation

Der Blick nach vorne zeigt, dass sich zum einen interne Abläufe verändern und zum anderen die Art, wie Kunden mit Banken interagieren. KI-basierte Interfaces entwickeln sich rasant und werden zunehmend zu relevanten Kontaktpunkten im Vertrieb und in der Beratung. Damit verschieben sich auch die Erwartungen an das Nutzererlebnis, die Geschwindigkeit und die Individualisierung.

Parallel dazu wächst der Anspruch, Prozesse nicht länger als Aneinanderreihung einzelner Arbeitsschritte zu betrachten. Stattdessen rücken durchgängige, KI-gestützte End-to-End-Strecken in den Fokus. Diese neu zu denken erfordert Mut zur Veränderung, aber auch ein klares Verständnis der technologischen und regulatorischen Grenzen.

Nach Jahren des Experimentierens zeichnet sich eine Phase der Konsolidierung ab. Banken bündeln ihre KI-Initiativen, investieren stärker in Governance, Infrastruktur und Skalierbarkeit und denken vermehrt in Plattformen statt in isolierten Einzellösungen.

Die Zukunft liegt im orchestrierten Zusammenspiel von Modellen, Prozessen und Organisation – strategisch klar, wirtschaftlich sinnvoll und nachhaltig umgesetzt.

Jens Heilmann

Jens Heilmann

leitet bei msg for banking den Geschäftsbereich "Artificial Intelligence" und berät Kundinnen und Kunden zu den Themen Prozessdigitalisierung und künstliche Intelligenz in der Finanzbranche.

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